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Ernährungsvorschriften der Krebsbehandlung mit Milchsäuregärungsprodukten

nach Dr. med. Dr. phil. Johannes Kuhl

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Neben dem Ausschluss sämtlicher denaturierter und chemisch behandelter Nahrungsmittel (d.h. Bevorzugung biologischer, gesund gewachsener, vollwertiger Lebensmittel) und der Einnahme von Viscolacticum, eines von Dr. Kuhl entwickelten milchsauren Pflanzenpräparates (das nicht länger hergestellt wird, aber vermutlich durch andere Milchsäurepräparate ersetzbar ist[1]) verschrieb Dr. Kuhl vor allem den täglichen Genuss reichlicher Mengen von Milchsäuregärungsprodukten fester und flüssiger Natur. Weiterhin gelten folgende Regeln:

Verboten

  • sämtliches entwertete (denaturierte) Süß (Zucker-, Stärke- und Mehlprodukte) und sogar süßes naturbelassene Obst[2] und daraus hergestellte Säfte
  • Fleisch von Masttieren sowie alle Wurstwaren
  • sämtliche tierischen Fette mit Ausnahme von Sauerrahmbutter
  • normales Salz

Erlaubt

  • reiner Bienenhonig
  • Rüben- und Zuckerrohrsaft (ein bis zwei Teelöffel täglich, in fortgeschrittenen Fällen vermeiden)
  • Vollkornprodukte
  • milchsaure Magermilcherzeugnisse
  • mageres Fleisch
  • alle ungehärteten Pflanzenfette
  • kleinere Mengen flüssiges Meersalz
  • rohe pflanzliche Nahrung, gedünstetes Gemüse

"Pflichtnahrung"

  • täglich ausreichende Mengen milchsaurer, natürlicher, unverarbeiteter, roher Lebensmittel (bei Krebs etwa die Hälfte der gesamten Nahrungsmenge)

    Letztere schließen u. a. natürlich Joghurt ein (auf Kuh- oder Pflanzenmilchbasis erzeugt) wie auch Kombucha, Sauerkraut, Kimchi, andere Sauergemüse und ihre Presssäfte, Sauerteigbrot und Miso (in manchen Ländern werden sogar Fisch und Früchte vergärt).

    Auch in Keimlingen findet sich in bestimmten Keimungsstadien Milchsäure (zumindest in Weizen und anderen Getreidesorten, die zum Zeitpunkt des höchsten Milchsäuregehalts einen süßlich-sauren Geschmack aufweisen; dies bedeutet, dass sogar reine Pflanzenfresser unweigerlich große Mengen Milchsäure zu sich nehmen). Selbst Apfelmost und in einem geringeren Maße Apfelessig (der zu Recht für seine zahllosen Heil- und Gesundheitswirkungen gepriesen wird) sind Milchsäurequellen.[3]

Wichtig ist ferner

  • der Genuss von kaltgepresstem Lein-, Mohn-, Walnuss-, Mais- oder Sonnenblumenöl (dreimal täglich ein Kaffee- bis Kinderlöffel). Diese Öle enthalten die für ein funktionstüchtiges Zellatmungssystem essentielle Linol- oder Linolensäure (eines von drei Elementen einer intakten Zellatmung - die zwei weiteren sind der Elektronentransporter Cytochrom c und die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin, Cystein und Cystin. Cytochrom c ist normalerweise ausreichend im Körper vorhanden; Methionin, Cystein und Cystin finden sich beispielsweise reichlich in Quark oder in Vollkornbrot oder -schrot.[4]
  • Salat- und Rohgemüse und deren Säfte entweder aus Bioanbau und/oder in Form von Wildgemüse wie Löwenzahn, Brennessel u. a. (3-5 Mal täglich ein Likörgläschen voll).[5]

Besonders empfohlen

  • Inulinhaltige Gemüse, z.B. Topinambur (statt Kartoffel), Artischocke u. a., deren polymerer Fruchtzucker, das Inulin, wegen Fehlens des abbauenden Enzyms nicht aufgespalten werden kann und somit auch nicht als Rohstoff für die Milchsäurebildung zur Verfügung steht. Der Blutzuckerspiegel wird durch inulinhaltige Gemüse nicht erhöht und damit auch das Tumorwachstum nicht unterstützt.

Warnung für Darm- und Mastdarmkrebspatienten

  • Laut Dr. Kuhl sollten Menschen mit dieser Art von Krebs auf aus Milchprodukten hergestellte lactofermentierte Nahrungsmittel verzichten und stattdessen die pflanzenbasierten (Sauergemüse etc.) verwenden, da die eiweißhaltigen Sauermilchprodukte die Dysbakterie des Darmes noch verstärken.

Während der Umstellung

  • Bitte beachten: Selbst Menschen, die ihre Nahrung nach den Regeln der Trennkost[6] kombinieren und sorgfältig kauen[7], könnten nach Umstellung auf eine Diät mit vielen Milchsäuregärungsprodukten anfänglich eine Verschlimmerung ihrer Symptome erfahren (die unter Naturheilkundlern wohlbekannte Erstverschlimmerung) oder Verdauungsschwierigkeiten bekommen. Dr. Kuhl rät in diesem Fall, zunächst mit kleinen Mengen oder den leicht bekömmlichen milchsauren Mosten oder milchsauren Fruchtsäften zu beginnen und erst allmählich - je nach Verträglichkeit - die Mengen hochzufahren.

Dr Kuhl: gesunde vegetarische Lebensführung genügt nicht zur Gesunderhaltung

Dr. Kuhl machte interessante Beobachtungen zur Schutzwirkung einer vegetarischen Lebensweise mit Bioprodukten. Hohe Obst- und Gemüsezufuhr, v. a. wenn diese Lebensmittel mit zuviel Kaliumdünger erzeugt wurden, kann aufgrund ihres zu hohen Kaliumgehalts schließlich eine anomale Alkalose des Blutes[8] bewirken, was den Boden für chronische Krankheiten bereitet.

Er zitiert mehrere Fälle von Menschen, die jahrzehntelang ein naturgemäßes Leben geführt hatten, nur biologisch gezogene Lebensmittel und Milchprodukte aßen und um Alkohol und Nikotin einen großen Bogen machten. Was sie allerdings versäumt hatten, war, Milchsäuregärungsprodukte zu sich zu nehmen.

Eine dieser Personen hatte einen schweren Brustkrebs entwickelt, ein anderer einen ähnlich bösartigen Magenkrebs, ein weiterer litt an einer ernsthaften degenerativen Gelenkserkrankung und noch ein anderer, erst 51 Jahre alt, an rezidivierenden Thrombosen, die zum Verlust eines Beines durch Amputation sowie Lungen-, Herz- und Hirnembolien geführt hatten mit folgender Lähmung des rechten Armes und ausgeprägter Sprachstörung.

Dr. Kuhl fasste (in "Dichtung und Wahrheit in der Krebsfrage") seine diesbezüglichen Erfahrungen dahingehend zusammen, dass sich ein Drittel der Krebspatienten in seiner Obhut viele Jahre (und teilweise sogar jahrzehntelang) mit vollwertiger Pflanzennahrung ernährt hätte. Dies habe sie aber keineswegs daran gehindert, Krebs zu entwickeln. Solange ihre Reaktionskraft noch ausreichte und ihre Krankheit nicht zu weit fortgeschritten war, ließ sich ihre Gesundheit aber durch eine milchsaure pflanzliche Diät und völligen Verzicht auf denaturierte süße Nahrungsmittel incl. Zucker, Stärke und Weißmehl wiederherstellen.

Anmerkung von Healing Cancer Naturally: Vermutlich gibt es noch zahlreiche weitere Gründe, warum gesunde Ernährung und Lebensführung alleine einen Menschen nicht immer gesund erhalten. Ein Beispiel findet sich auf Englisch unter Prostate cancer cure upon removal of EMF and (pseudo)geopathic stress (one major reason why even "health nuts" and health-conscious vegetarians can get cancer).

Sauergemüse selbst herstellen

Sauergemüse lässt sich auch in den eigenen vier Wänden herstellen, Selbermacher sollten aber darauf achten, dafür ausschließlich Biogemüse zu verwenden, da konventionelles Gemüse erfahrungsgemäß eher fault als korrekt vergärt (säuert).

Bücher von Dr. Dr. Johannes Kuhl

  • Schach dem Krebs: Verhütung und erfolgreiche Behandlung der Krebserkrankung und anderer chronischer Krankheiten (gibt es in französischer Sprache unter dem Titel "Échec au cancer")
  • Eine erfolgreiche Arznei- und Ernährungsbehandlung gutartiger und bösartiger Geschwülste
  • Krebs - Krankheit - Ernährung. Grundlegende Abhandlungen
  • Das milchsaure Getreideschrot-Müsli als biologischer Strahlenschutz
  • Krebs und Bestrahlung, der größte therapeutische Irrtum moderner Medizin
  • Das Ideal aller Breigerichte
  • Dichtung und Wahrheit in der Krebsfrage

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Fußnoten

1 Beispielsweise (möglicherweise) durch "Dr. Jacob’s Lactacholin".

2 Dieses Obstverbot deshalb, da alle Krebskranken schwer zellatmungsgestört sind, so dass süße naturbelassene Früchte als krankheitsfördernder Faktor wirken. Während in "einem stoffwechselgesunden, über eine intakte Zellatmung verfügenden Organismus (festzustellen durch den Schellertest, siehe "Krebsschutz durch Früherkennung und Ursachenbehandlung") der Zucker und alle zu Zucker verwandelbaren Kohlenhydrate über den Zitronensäurezyklus zu H2O und CO2 verbrannt werden, führen sie in einem kranken, zellatmungsgeschädigten Körper je nach dem Grad der Schädigung zu einer krankhaft erhöhten bis evtl. giftig (toxisch) gesteigerten Milchsäurebildung in den Körpergeweben (Zellen)".

3 Und sogar Rot- und Weißwein zählen dazu, siehe Milchsäure im Wein Mäßiger Weingenuss gut für Krebspatienten?

4 Wen dies an die Budwigsche Öl-Eiweiß-Kost erinnern sollte, der hat natürlich völlig recht. Es fragt sich, wer hier von wem inspiriert wurde und wer der erste war... Aus dem gleichen Grunde sind auch fast alle tierischen Fette bis zur Heilung "strengstens untersagt", da sie mangels Linolsäure nur Kalorienwert und nahezu keine für die gesunde Zellatmung benötigten Stoffe aufweisen.

5 Brennessel und Löwenzahn sind zwei unserer heilkräftigsten Wildpflanzen, siehe auf Englisch Taraxacum (dandelion) medicinal effects Scientific studies show wide-ranging therapeutic potential und Stinging nettle medicinal effects Scientific research studies show wide-ranging therapeutic potential.

6 Siehe auf Englisch proper food combining rules.

7 Siehe auf Englisch On food and supplement absorption, intestinal flora, cancer and immune system und Dr. F.X. Mayr’s research into the link between dietary habits, thorough chewing, intestinal/digestive function and health & beauty.

8 Siehe auf Englisch Does alkalinity heal cancer?.

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