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Warum Chemotherapie das Tumorwachstum fördert

Studie zeigt entscheidenden Grund, warum Chemo Krebs verschlimmern kann

von Healing Cancer Naturally © Dezember 2019 Copyright Notice

Forscher am Fred Hutchinson Cancer Research Center [Fred-Hutchinson-Krebsforschungszentrum] in Seattle, USA, hatten sich um Antwort auf die rätselhafte Frage bemüht, warum sich Krebszellen im Labor so leicht abtöten lassen, im menschlichen Körper aber nicht. (Eine übliche Chemotherapie zeigt normalerweise folgendes Ansprechverhalten: Zunächst reagiert der Tumor gut, weist jedoch bald danach erneut schnelles Wachstum auf und wird schließlich gegen weitere chemotherapeutische Behandlung resistent).

Bei der Untersuchung der Wirkungen einer bestimmten Chemotherapie auf Prostatakrebsgewebe (später auch menschliche Brust- und Eierstockkrebszellen) machten die Wissenschaftler nun eine überraschende Entdeckung: Die DNA gesunder Zellen wurde durch die Chemotherapie in der Weise beschädigt, dass sie vermehrt ein Protein namens WNT16B ausschüttete. Dieses Protein wiederum wurde von den benachbarten Krebszellen aufgenommen, förderte deren Wachstum und Invasivität und führte vor allem zu späterer (Chemo)Therapieresistenz.

Wenn auch noch nicht nachgewiesen ist, dass die Ergebnisse dieser Versuche 1:1 auf den Menschen übertragbar sind, lässt sich trotzdem die vorläufige Schlussfolgerung ziehen: Neben der generell extremen Giftigkeit der Chemotherapie[1] liegt die Tatsache, dass Krebs durch Chemo eher aggressiver wird, ganz wesentlich darin begründet, dass sie gesunde Zellen zu erhöhter Absonderung eines Proteins (WNT16B) anregt, das das Überleben der benachbarten Krebszellen fördert.

Obige Studie (Treatment-induced damage to the tumor microenvironment promotes prostate cancer therapy resistance through WNT16B) - u. a. durch die NIH [Nationale Gesundheitsinstitute] und das NCI [Nationales Krebsinstitut] der USA finanziell gefördert - erschien 2012 in Nature Medicine.

Ein passendes Zitat aus dem Buch "Die Gersontherapie"

"Die Internationale Agentur für Krebsforschung [eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation] hat zwanzig Heilmittel gegen Krebs identifiziert, die selber stark krebserregend sind. Spezifische Erwähnung finden Cyclophosphamid und Melphalan sowie nahezu sämtliche hormonähnlichen Antikrebsmittel. Werden diese tödlichen Medikamente auch noch in Kombination als 'Cocktail' verabreicht, bleiben sogar noch gravierendere Folgeschäden bei den Krebspatienten zurück."

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Fußnoten

1 Vgl. z. B. auf Englisch High risks involved in accidental spillage of chemotherapy drugs).

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